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Aktuell



Weihnachten, das Fest der Freude

15.12.2009

der Freunde, des Vertrauens, der Familie, für uns das Fest unserer grossen Familie. Die beiden letzten Wochenenden gehörten ganz unseren "Pferdefreunden"; am 5. Dezember waren dies 24 Mitglieder des Schweizerischen PRE Zuchtverbandes die zum Fonduenachmittag hier zu Besuch waren und an diesem Wochenende gehörte unser Haus ganz dem FFL (Friesenpferdeverein Fürstentum Liechtenstein). Nach einem Besuch im Pferdealtersheim in Le Roselet am Samstag machten wir es uns mit unseren "FFL Freunden" hier gemütlich. Schön waren die Wochenenden mit Euch und unsere Pferde lieben es, wenn so viele Leute da sind um sie zu besuchen und zu bewundern.

Atento mein PRE Hengst

Am nächsten Donnerstag nach dem Aerobic gibt's hier Suppe nach den Training und am 25./26. Dezember wird dann wohl das ganze grosse Haus bis unters Dach ausgebucht sein für unsere grosse Familie. Weihnachten, die Zeit der Freunde und der Familie, besonders auch der grossen Pferdefamilie. Der kürzeste Tag naht und die Pferde kommen gerne nach einigen Stunden Schneegestöber in den trockenen Stall, auch sie rücken in dieser kalten Jahreszeit gerne näher aneinander. Mit vielen von unseren Pferden leben wir schon sehr lange zusammen, mit Vera-Lin, Danijar, Havanna und Mercedes schon über 16 Jahre, mit Gerla, Evelien und Lipkje schon über 15 Jahre, Lipkje wird bald 24 Jahre alt und so werden auch wir langsam älter.

O'Malley mein Friesenfreund hat unser Gestüt vor zwei Wochen verlassen, er hat seinen Lebensplatz bei Catherine in Genf gefunden. Fünf Jahre verbrachten wir gemeinsam, der Abschied fiel mir schwer, doch ich hab's gesehen O'Malley mag Catherine sehr!

Seit er vor acht Jahren auf unserem Gestüt geboren wurde, gehen Atento mein PRE Hengst und ich unseren Weg gemeinsam und ich vertraue ihm so wie ich es nur wenigen Menschen gegenüber tue. Ich kann mich auf ihn verlassen, auch wenn ich einen schlechten Tag habe; ich kann mich auf ihn verlassen auch wenn ich mit ihm neben den Stuten und Fohlen reite; ich kann mich auf ihn verlassen, auch wenn sich die Kapuze von meinem "Chlausenkleid" über meine Augen schiebt; ich fühle mich genauso wohl auf seinem Rücken wie einst auf dem Rücken seiner Mutter Ensueña, er ist wohl zu einem meiner besten Freunde geworden.

Atento mein PRE Hengst Atento mein PRE Hengst
WIR WÜNSCHEN ALLEN UNSEREN ZWEIBEINIGEN FREUNDEN UND ALLEN PFERDEFREUNDEN EINE FRIEDLICH WEIHNACHTSZEIT MIT IHRER FAMILIE UND IHREN FREUNDEN.

Der Chlaus vom Barockpferdegestüt und alle anderen Bewohner.





Es schneit und schneit ...

10.11.2009

Und trotzdem setzt der Schnee noch nicht richtig an, die Weiden sind nass, nass, einfach nur nass und unsere Pferde sind gerne auch einmal tagsüber einige Stunden am Trockenen. Für morgen sind Fohlendecken in den kleinsten Grössen bereit, da die beiden Herbstfohlen erst gerade mal 3 Monate alt sind. Trotzdem wollen die ganz Kleinen auch nicht auf ihren Ausgang verzichten, ein Fell haben Sie wie wenn der Winter wirklich sehr bald sehr kalt werden würde. Alle vier Fohlen sind noch bei ihren Müttern und das wird auch noch bis ins nächste Jahr so bleiben.

Ensueña im Winterpelzmantel

Seit ca. 3 Wochen sind alle Pferde von den verschiedenen Sommerweiden wieder zu einer einzigen Stutenherde zusammengetroffen, insgesamt 31 Pferde weideten friedlich auf der über 20 ha grossen Herbstweide. Aus dieser Herbstweide wird nun, sobald genug Schnee gefallen ist, ein herrlicher Winterspielplatz nicht nur für die Fohlen entstehen.

Farbiger Fohlenjahrgang 2009

Möchten Sie mehr Fotos von der schönen Herbstweide sehen?
Hier geht es zur Galerie mit den Fohlen 2009.





TEUNIS unser Sterhengst

07.10.2009

ist das 6. Sternachkommen unserer Ster & Preferentstute VERA-LIN.
An der Körung vom letzten Sonntag in Schaan Liechtenstein ist unser 3 jähriger Hengst Teunis mit einem guten, klaren Ster ausgezeichnet worden. Ster heisst Stern und bedeutet Elite. Sein Vater ist der verstorbene Preferenthengst FEITSE 293. Seine Mutter, unsere 19 jährige Ster & Preferentstute VERA-LIN, (NAEN 264 x Lammert 260) ist nun bereits stolze Mutter von ganzen sechs Sternachkommen. VERA-LIN hat 10 Nachkommen, davon wurden alle ihre je vorgestellten Nachkommen mit dem Sterprädikat ausgezeichnet. Ihre 4. Tochter ROSA-LIN ist gestorben und ihr 2004 geborener Sohn O'NEILL wurde im Alter von 3 Monaten auf der Weide vom Blitz erschlagen. Ein weiterer Sohn von VERA-LIN, WILBERT wurde 1999 als Fohlen mit einer 1. Prämie ausgezeichnet, seit seiner Kastration macht er manchmal Hahnentritt, daher haben wir ihn nie zur Körung vorgestellt. Das 10. Nachkommen von VERA-LIN, das Jährlingsstutfohlen ANGÉ-LIN aus HARMEN 424 hat an der Körung vom 27. September in Schaan bereits zum zweiten Mal eine gute 2. Prämie erhalten. Das Jährlingsstutfohlen BOHÈME aus unserer Sterstute CORA-LIN und Preferenthengst TSJERK 328 bekam ebenfalls eine 2. Prämie. Unsere 14. jährige Fohlenmutter Sterstute KELLY-LIN, (Mutter Ster & Preferentstute VERA-LIN und Vater Preferenthengst FEITSE 293) hat trotz Fohlen bei Fuss gegen alle jungen Stuten den Pokal vom Stutenchampionat gewonnen. Wir sind sehr stolz auf unsere "trabstarken" und so lieben Friesen!!!

Weitere schöne Bilder direkt von der Körung können Sie demnächst unter www.ffl.li finden.

Sterhengst TEUNIS mit 1. Prämienfohlen AMAHL Tiemme, Teunis, Amahl





Eine Traumhochzeit

05.09.2009

gibt es nicht nur im Märchen; am 5. September haben sich Aglaja und Gaël in der Kirche von Le Noirmont in den Freibergen das Jawort gegeben. Fünf Friesenpferde, alles Sterpferde mit Reiterinnen und Fussvolk aus dem FFL (Friesenpferdeverein Fürstentum Liechtenstein), sowie vier PRE Pferde, dabei zwei Hengste, ein Hannoveraner sowie ein Pony mit Fussvolk (inklusive Präsident) aus dem AECE (Zuchtverband der PRE Pferde) standen in Reih und Glied vor der Kirche Spalier, links die Friesenpferde, rechts die Spanier.

Spalierstehen an einer Traumhochzeit Spalierstehen an einer Traumhochzeit

Die Friesenpferdereiterinnen und Begleiter trugen die schönen roten FFL Jacken, dazu waren ihre Pferde wunderschön mit roten Bändern frisiert.

Die Spanierreiterinnen und Reiter und Begleiter trugen Spanische Kostüme und Señoritakleider vom Feinsten, ein einmaliges, wunderschönes Bild, elf Pferde zu Ehren von Aglaja und Gaël! Übrigens vier dieser Friesenpferde stammen aus unserer Zucht und ebenfalls eine PRE Stute und ein PRE Hengst.

Spalierstehen an einer Traumhochzeit Spalierstehen an einer Traumhochzeit

An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich bei allen anwesenden Spalieren, die bis zu 300 Kilometer (Du Silvia noch mehr) weit her kamen, um Aglaja und Gaël mit ihren Pferden ihre Glückwünsche zu überbringen. Besonders haben wir uns gefreut, dass ihr danach noch zum Apéro in das schön dekorierte Festzelt in Les Enfers gekommen seid. Dabei sind auch noch wunderschöne Bilder entstanden. Es war einfach GENIAL!

Spalierstehen an einer Traumhochzeit Spalierstehen an einer Traumhochzeit

Die Hochzeitsgesellschaft, immer noch etwa 120 Gäste, feierten anschliessend in Saignelégier in der "cantine", dort wo alljährlich der Marché concours stattfindet, bei einem Festessen, dazu Theater, Spiele und Tanz bis zum Morgengrauen. Eine Bilderbuchhochzeit wie im Märchen. Wir möchten es nicht versäumen, ihnen liebe HP Besucher, diese schönen Bilder zu zeigen!

Wir alle wünschen Euch alles Glück der Welt liebe Aglaja und lieber Gaël

Spalierstehen an einer Traumhochzeit Spalierstehen an einer Traumhochzeit





Falke D.

10.08.2009

Hengstfohlen Falke D.

Unser letzter Nachwuchs von diesem Jahrgang brachte uns unsere Friesensterstute KELLY-LIN D. am 10. August. FALKE ist ein Sohn von TSJALKE 397.

Im Abstand von nur zwei Tagen sind unsere Spätsommerfohlen geboren, heute waren die Beiden das erste Mal gemeinsam draussen, das war ein Spass.

 

Stutfohlen ENSUEÑA GD und Hengstfohlen FALKE D. KELLY-LIN D. mit Hengstfohlen FALKE D.





Vom Kommen & Gehen

09.08.2009


CARIÑA & ENSUEÑA GD

01.08.2009

Abschied von CARIÑA

Abschied von CARIÑA

CARIÑA in der neuen Heimat

Wir freuen uns immer sehr, wenn eines unserer Pferde seinen neuen Lebensplatz gefunden hat, trotzdem ist der Abschied schwer. CARIÑA, die erste Tochter von unserer PRE Stute AMOR A LA LIBERTAD und ebenfalls das erste Nachkommen von unserem Karthäuserhengst USURERO (genannt UROGALLO) wurde letzten Sommer auf unserem Gestüt geboren. So schwarz wie die Friesenfohlen, mit denen sie als einzige "Spanierin" von diesem Jahrgang aufwuchs, wurde sie geboren. Heute, einjährig, hat sie bereits weisse Stichelhaare. Da ENSUEÑA nicht mehr da ist, musste ich ein anderes Begleitpferd suchen, das CARIÑA auf ihre Reise nach Kreuzlingen begleitet. Meine alte Friesenstute VERA-LIN bot sich an, trotzt der weiten Reise hin und zurück, die Rolle zu übernehmen. Am Donnerstag marschierten wir also zu Fuss mit VERA-LIN und CARIÑA von der Weide heim in den Stall. CARIÑA war nicht begeistert, die Herde zu verlassen.

Daheim verbrachte CARIÑA den Donnerstag zusammen mit VERA-LIN auf einem grossen Auslauf. Am Freitagmorgen wurde VERA-LIN im Anhänger gefüttert und CARIÑA, die erst einmal als ganz kleines Fohlen im Anhänger war, sollte auch einsteigen zur Probefahrt. Zwei Minuten brauchte sie, bis sie Schritt um Schritt neben VERA-LIN stand und ebenfalls ihr Frühstück genoss. Wir fuhren eine kurze Runde, was CARIÑA überhaupt nicht störte.

Am Samstag hiess es Abschied nehmen, ich machte noch Fotos von CARIÑA zusammen mir ihrem Vater. VERA-LIN stieg ein und CARIÑA folgte ihr ohne Zögern. Gerne hätten wir dich noch eine Weile auf deinem Weg begleitet, trotzdem freuen wir uns, dass DU einen guten Platz gefunden hast, wo Du später als Zuchtstute tolle PRE Nachkommen haben wirst. VERA-LIN nahm ihre Aufgabe dich zu beschützen sehr ernst, es ist zu verstehen, dass sie gar nicht begeistert war, ohne dich nach hause zu fahren. CARIÑA mach's guet, wir werden Dich nicht vergessen!
Deine Freunde aus dem Barockpferdegestüt


GUADALAJARA ist deine Mama, Tochter unserer ENSUEÑA ...

08.08.2009

Geboren in der Nacht um 02.30 Uhr, ohne dass ich DIR einen Namen gefunden hatte, so sehr ich auch suchte, Du die Du nur da bist, weil deine Grossmutter ENSUEÑA am 15. August letzten Jahres gestorben ist. GUADALAJARA deine Mama, Tochter unserer ENSUEÑA, war bereits als Reitpferd an einen guten Platz versprochen gewesen. Am Todestag deiner Grossmutter sollte deine Mama GUADALAJARA definitiv verkauft werden. Ich konnte es nicht mehr tun, ich musste deine Mama behalten und ich wünschte mir so sehr, dass GUADALAJARA als einzige noch hier lebende Tochter von ENSUEÑA den Platz von deiner Grossmutter als Zuchtstute einnehmen werde.

GUADALAJARA mit Stutfohlen ENSUEÑA

Jetzt bist Du da, das Fohlen, das den Platz von ENSUEÑAs letztem Fohlen einnehmen sollte, vom ENSUEÑAs Fohlen das zusammen mit ihr gestorben ist. Wir freuen uns so sehr, dass du da bist, du kleine, braune Schönheit.

Wir nennen Dich ENSUEÑA, das ist der schönste Name, den Du bekommen konntest.

GUADALAJARA mit Stutfohlen ENSUEÑA

Ich gratuliere GUADALAJARA und USURERO zu ihrer Tochter ENSUEÑA GD.
Céline





Eine kleine Familiengeschichte

22.06.2009

Letzte Woche sattelte ich wie jeden Tag meinen Spanierhengst ATENTO. Als ich vor dem Stall aufsteigen wollte, hatten wir Zuschauer von ATENTOs kleiner Tochter ZAÏNA, dahinter Mutter DORADITA die mit strengem Blick auf ZAÏNA aufpasste. Die Weide, wo die ganz jungen Fohlen während den ersten Wochen mit ihren Müttern weiden ist gerade angrenzend an das Sandviereck ohne Zwischenraum. Normalerweise sind die Mütter mit ihren Fohlen jedoch weit entfernt, hinter einem Hügel, der als Sichtschutz dient. ZAÏNA betrachtete neugierig den Hengst und ich dachte mir, hoho das wird ja lustig werden.
ATENTO stand bockstill, liess mich aufsteigen, und beobachtete seine kleine Tochter fasziniert. Er gab ein ganz leises Wiehern von sich, wie wenn er zu DORADITA sagen würde: Wow, ich bin begeistert! Weitere 10 Minuten drehte er ganz ruhig im Schritt Runden und liess seine kleine Tochter nicht mehr aus den Augen. Ich traute mich nicht, direkt neben die Beiden zu reiten, vor allem ist die Kleine auch schon ausgebüchst und der Zaun steht nicht unter Strom, ich blieb im Abstand von einigen Metern.

ATENTO wird täglich neben der Stutenherde geritten, jedoch auf dem Hengstviereck, das direkt neben der Stutenweide liegt, getrennt durch ein ca. drei Meter breites Durchfahrtssträsslein. Die Mütter mit ihren Fohlen kommen erst im Herbst auf diese Weide, dann werden nämlich die verschiedenen Stutenherden wieder zu einer einzigen Herde zusammengeführt. Sobald die Fohlen etwas robust geworden sind, das Wetter richtig sommerlich warm bleibt, stossen auch die Fohlen mit ihren Müttern auf der Sommerweide zu den anderen Pferden, die bereits seit mehr als einem Monat draussen sind. ATENTO ist froh, dass es noch nicht soweit ist. Bevor sein Fohlen geboren war, reagierte er immer mit einem lauten Wiehern, wenn seine Stute DORADITA neben dem Reitplatz graste. Er wusste ganz genau, dass eben Sie seine Stute ist. Seit er nun seine kleine süsse Tochter gesehen hat, will er nur eins, sie richtig von nah anschauen. Heute nahm ich mir die Zeit, ihm dies zu ermöglichen. Zur Sicherheit wurde der Zaun unter Strom gesetzt. Ich ritt mit ATENTO neben die Weide und Victor lockte die Kleine an. ATENTO blieb ganz ruhig, trotzdem ich sehr nervös war. Er ist unheimlich feinfühlig und vor lauter Staunen traute er kaum zu atmen.
Es war ein wunderschönes Erlebnis, die kleine Familienzusammenführung.
Die schönsten Momente eines Pferdezüchters. Céline

ATENTO mit Tochter ZAÏNA und Mutter DORADITA ATENTO mit Tochter ZAÏNA und Mutter DORADITA





ZAÏNA

02.06.2009

DORADITA mit Stutfohlen ZAÏNA

Ein weiteres PRE Fräulein ist am 2. Juni auf unserem Gestüt auf die Welt gekommen. ZAÏNA ist schwarz, trägt eine weisse Brille und wird ein Schimmel wie ihr Vater und ihre Mutter. Die stolze Mutter ist die in Spanien geborene PRE Stute DORADITA, ihr Vater unser ATENTO. Das kleine, feine, süsse Fohlen sieht aus wie die Fohlen von ENSUEÑA, sie "ist" auch seine Grossmutter.

DORADITA mit Stutfohlen ZAÏNA

Weitere Bilder von ZAÏNA und GITANA werden demnächst in der Galerie zu finden sein.





Die Bea 2009 ...

01.06.2009

An der BEA 2009

war eine sehr erfolgreiche Ausstellung für unser Gestüt, trotzdem wir einige Tage 9 Stunden lang Sauna hatten, es war uner- träglich heiss in unserem Zelt. Die Bea drei Wochen später wie üblich, da war es eben auch schon viel heisser. Nichts desto Trotz genossen wir die strenge Zeit mit vielen Freunden und Bekannten und vor allem mit unseren "Spanischen Nachbarn". Gemeinsam Kaffee und Gipfeli zum Frühstück, echli Tratsch zum Zmittag, Apéro bei den Friesen etc. und man hilft sich eben, nach alter Schule!

Die beiden Friesenjährlinge Bohème und Angé-Lin hatten nach 5 Tagen mehr als genug und so wechselten wir nach Halbzeit die Beiden mit Berberstutfohlen Amira und der 15 jährigen Friesensterstute Evelien aus. Torrelaguna die PRE Stute machte uns während den ganzen 10 Tagen viel Freude. Cool und mit spanischem Charme machte sie anständig alles mit, trotz Hitze und teilweise sehr vielem Publikum. An einigen Tagen mussten wir unsere Pferde mehrmals täglich am Waschplatz kalt abduschen, damit sie sich wieder etwas abkühlen konnten, Aljoscha und ich, wir schwitzten ohne kalte Dusche weiter!!!

Schön war's und wir freuen uns bereits schon aufs nächste Jahr.
Weitere Fotos demnächst in der Galerie.

An der BEA 2009 An der BEA 2009





GITANA

11.05.2009

(Chitana), Zigeunerin, so nennen wir unsere kleine, rothaarige Spanierdame, die nach Mitternacht auf die Welt gekommen ist. Ihre undefinierbare Farbe könnte Isabell oder Palomino sein, sie wird von einem eindeutig roten Aalstrich über die Wirbelsäule und hellroter Mähne betont. Ihr kleiner Schweif ist golden (echtes Gold). Jööö, so herzig flüsterte Aljo morgens vor der Arbeit zu ihr! So eines hatten wir noch nie, sagte Timon. Ein Westernrössli, wird sie von Samira genannt und Aglaja wird sie sicher auch bald besuchen kommen. GITANA ist einfach einmalig, eine wunderhübsche kleine Zigeunerin. Geboren mit 3 Wochen Verspätung, stand sie bereits 10 Minuten nach der Geburt selbstständig auf ihren langen Beinen. JUANITA ist eine ganz liebe und stolze Mutter. GITANA ist nach drei Buben ihr erstes Mädchen. Wir freuen uns riesig über unseren Nachwuchs auf vier Beinen.

GITANA, noch kein Stunde alt JUANITA mit Fohlen GITANA





BEA Pferd 2009

15. bis 24. Mai 2009

Die Würfel sind gefallen! Torrelaguna heisst die Spanierstute, die dieses Jahr den Platz von Ensueña an der Bea einnehmen darf. Die beiden Friesenjährlinge Bohème und Angé-Lin werden ihre Schützlinge sein. Wir freuen uns auf viele Besucher an unserem Stand in der Halle 684, vor allem auf die vielen "alten Kunden" die uns jedes Jahr besuchen kommen. Während der Bea sind wir auf der Nummer 079 286 69 83 fast immer für Sie erreichbar.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch
Das Barockpferde-Team

Torrelaguna Torrelaguna





Stolzer Papa von JUMEIRA

04.05.2009

Atento

Atento ist am 24. April das erste Mal Vater geworden!

Wir gratulieren Sandrine Koller zu ihrem wunderschönen Fohlen!

Letztes Jahr hatten wir eine Anfrage, ob wir eventuell eine Griollo Stute mit einem PRE Hengst decken würden. Ein Schimmel sollte der gesuchte Hengst sein, mit einem hervorragenden Charakter, ca. 160 cm gross und natürlich wunderschön. Bereits bevor Sandrine Koller unsere Hengste anschauen kam, war mir klar, dass Atento der auserwählte werden würde. Atento, ein Sohn von Ensueña und Sefardi ist mein Reithengst, ein Hengst, den ich einfach nicht verkaufen wollte, wir Beide gehören zusammen. Als Deckhengst war er wegen seiner Verwandtschaft mit vielen von unseren Stuten nicht vorgesehen. Sandrine gab mir Zeit, um mir dies alles gut zu überlegen. Ja, Atento soll Vater werden, soll seine hervorragenden Eigenschaften weitervererben, auch wenn sich vielleicht beim Reiten etwas verändert. So kam OVERA die Griollo Stute zu ATENTO in die Ferien. ATENTO ist ein aussergewöhnlich lieber Hengst. Die Beiden mochten sich von Anfang an und er deckte Overa als Gentleman, so als ob die Beiden schon immer ein Paar waren. JUMIERA sieht aus wie ein echtes wunderschönes Spanierfohlen, bestimmt wird aus Ihr später eine ganz schöne Schimmelstute. OVERA, pass gut auf dein Fohlen auf!

Mutter Overa mit Fohlen Jumeira Jumeira

Wir konnten es nicht lassen, wir haben danach auch eine Stute mit ATENTO gedeckt. Die kleine spanische PRE Stute L-Doradita, Mutter von AMOR a la LIBERTAD, die wir von Manuel León Lora in Spanien gekauft haben. Ihr Fohlen wird Ende Mai erwartet. ATENTO ist genau so anständig geblieben wie vor dem Decken, einfach ein wundervolle Hengst, das Beste, das mir von Ensueña geblieben ist.

Schauen Sie wie schön er ist:

Atento



Happy Birthday

20.04.2009

Amahl D.
Mein Steckbrief:
  • Amahl D. geb. 01.04.2008
    Vater Tsjalke 397
    Mutter Gerla-Dshamilja Ster

Mein grosses Vorbild:
  • Mauras 441 (Halbbruder)

Auszeichnungen:
  • Körung 2008
    1. Prämie und Fohlen Champion

Amahl, ein Jahr alt bist Du nun schon.
Ein selbstbewusster Junghengst ist aus dir geworden, wir mussten dich bereits vor 2 Monaten aus der Stutenherde nehmen, da Du trotz Schneegestöber bereits Frühlingsgefühle entwickelt hast. Mit deinem neuen Freund dem Sterwallach Mel geniest Du nun das Herumtollen auf der riesigen Weide. Schön bist du geworden und ich erfreue mich am Anblick von Euch Beiden, wenn ihr gemeinsam um die Wette trabt! Nun ist es auch hier schon mehr als Frühling trotzdem auf den Sommerweiden noch Schnee liegt! Demnächst wird bereits das erste Fohlen auf die Welt kommen, wir melden uns, sobald es da ist.

Wir wünschen allen HP Besuchern einen wunderschönen Frühlingsanfang mit Blumen in allen Farben und vielen tollen Ausritten.

Amahl und Mel
Amahl und Mel traben um die Wette




Eindeutig noch Winter

28.02.2009

Schnee

Schneeberge verdeckten unsere Fenster während Wochen, zum Glück durften auch wir Hengste täglich draussen auf dem Schnee herum galoppieren. Die Stuten haben es immer besser als wir, die dürfen nämlich bis zu 8 Stunden am Tag draussen in den Schneemassen herumalbern, vor allem die Babys vom letzten Jahr finden das Spielen draussen im Schnee so toll. Wir älteren Hengste müssen die Weide abwechslungsweise teilen, da wir uns nicht sonderlich gut verstehen. All die jungen Hengste, bis zum Fünfjährigen, die weiden auch noch gemeinsam und albern täglich während Stunden herum. Bei uns getrauen sie sich das nicht mehr, ist vielleicht auch besser so. Mit dem Einen oder Andern würde ich mich dann schon auf ein Kämpfli einlassen!

Seit gestern können wir wieder aus den Fenstern schauen, Victor hat die Schneeberge vor unseren Fenstern mit dem Traktor besiegt! Die Sonne ist heute schon richtig wärmend, ich benütze das offene Fenster zum sünnele. Kaum zu glauben in diesen Schneemassen, dass Morgen bereits der März beginnt. Wir Spanier haben genug vom Winter, doch die beiden Samoyeden Aragon und Leòn erfreuen sich weiterhin am Schnee.
ATENTO

Schnee Schnee Schnee Schnee



Longieren heisst arbeiten / lernen an der Longe,

10.02.2009

sicher nicht ein Pferd in einem Zirkel an einer Longe herumtreiben! Wenn Pferde aus unserem Stall nicht besonders gerne longieren wollen, heisst das nicht, dass sie es zu genüge getan haben, sondern dass ein intelligentes selbstbewusstes Pferd einfach keinen Sinn dahinter sieht, im Kreis herumgetrieben zu werden. Pferde ausbilden heisst für mich aufbauen auf ihrem natürlichen Verhalten, zum natürlichen Verhalten gehören auch Piaffe und Passage (bei Hengsten), Sprünge etc. Noch nie habe ich ein Pferd im Kreis umhertraben oder galoppieren gesehen, es sei denn man stelle das Pferd in einen Piccadero, vielleicht dreht es dann dort einige Runden! Unsere Pferde auf dem Barockpferdegestüt wachsen sehr frei auf, sie haben riesige Weiden auf denen sie sich täglich mehr als nur fit halten. Sich unterordnen lernen sie nur in der Herde, dort laufen vom Fohlen bis zur 23 jährigen Stute alle weiblichen Pferde zusammen, dabei laufen noch ein bis zwei Wallache mit.

Herde

Teunis

Unsere Pferde sind meine Freunde, ich erwarte kein Unterordnen und ich fühle mich auch nicht als "Leitstute". Wir arbeiten und lernen zusammen und erfreuen uns an jedem kleinen Erfolg. Pferde die so aufwachsen, sind sehr selbstbewusst, daher mögen sie es auch gar nicht, wenn man sinnlose, langweilige "Spiele" von ihnen verlangt, zum Beispiel an einer Longe Runden drehen. Das Pferd ist ein Fluchttier, daher ist es nicht sehr schwierig, einem scheuen Pferd das Longieren beizubringen, es funktioniert als normaler Reflex. Zutrauliche Pferde wie die Unsrigen, sehen überhaupt keinen Grund, warum sie an einer Longe um mich herum traben oder sogar galoppieren sollen! Viele Pferde, vor allem Friesenpferde bieten longieren in einem Kreis überhaupt nicht an und das Longieren auf einem kleinen Zirkel kann für junge Friesenpferde im Wachstum sogar gefährlich werden. Hüftprobleme sind da nicht selten.

Wenn ich ein junges Pferd anreiten will, oder es für Körungen oder Morphologieschauen vorbereite, beginne ich folgendermassen: Mit dem Halfter und der Loge mache ich mich mit meinem Pferd auf den Weg und ich laufe mit dem Pferd im Schritt auf unserem Viereck, das Pferd aussen, ich innen. Ich wechsle auf die andere Hand und laufe so wieder ca. 5 Minuten, ich führe die Pferde bereits als Fohlen von beiden Seiten! Laufen ist sehr entspannend für Pferde und wer das oft tut, weiss, wie schnell ein Pferd so ganz ausgeglichen und ruhig neben einem hergeht, der Kopf senkt sich, die Halspartie entspannt sich total. Da ich unsere Pferde immer am losen, langen Strick führe, kann ich nun beginnen, mich etwas weiter von meinem Pferd zu entfernen. Wir laufen etwa 10 Minuten im Schritt, bis das Pferd wirklich schön aufgewärmt ist. Danach traben wir beide! Ich laufe einen kleineren Kreis und das Pferd einen grossen an der Bande und so nützen wir den ganzen Reitplatz aus. Wenn ich mein Pferd so weit habe, dass es ruhig im Schritt an der Longe geht, habe ich das erreicht, was für mich das Wichtigste ist an der Longenarbeit. Das Pferd, ein Fluchttier geht ganz entspannt im Schritt an der Longe. Bei uns wird NIE an der Longe galoppiert! Kein Pferd muss galoppieren lernen und bis ein Pferd unter dem Sattel galoppiert, kann viel Zeit vergehen, das Pferd bestimmt diesen Zeitpunkt! An der Loge oder frei bei der Bodenarbeit lernen die Pferde zusätzliche Wörter (ich hasse das Wort Kommandos) kennen. Ihren Namen sowie die Wörter vorwärts, ho, zurück etc. lernen sie bereits als Fohlen kennen und wenn jemand den Namen eines unserer Pferde ruft, ist das wie ein Geheimnis kennen und wird vom Pferd mit einem entsprechenden Blick beantwortet; oh, meinst du mich?

Pferde zur Körung vorbereiten, da eignet sich das Fahrrad sehr gut. Wir können nämlich nie so schnell rennen, wie das Pferd trabt. Longieren ist keine Alternative, um ein Pferd zur Körung vorzubereiten, schon gar nicht, weil es dazu Stundenlang longiert werden müsste. Unsere jungen Friesenpferde bleiben bis 3 Wochen vor der Körung auf einer Koppel, die viele Hektaren gross ist und in den Freibergen viel Bergsteigen erfordert. So kommen die Pferde sehr gut bemuskelt ins Training, das Gerademahl 3 Wochen dauert. (Ich spreche hier von rohen, jungen Pferden). In diesen drei Wochen laufen wir täglich mit den Pferden am losen Strick, meistes mit 2 Pferden und 2 Führern, im Dorf und ausserhalb. Danach geht's auf den Reitplatz und dort traben wir, das Pferd an der Hand, so dass es an der Körung auch weiss, was von ihm verlangt wird. Das dauert jeweils eine halbe bis eine Stunde mit Spaziergang etc. Die Fohlen werden zusätzlich täglich mit den Müttern verladen. Wenn ich ein Pferd longiere, dauert das allerhöchstens ¼ Stunde, longieren ist NIEMALS ein Fitness Training! An der Longe wird gelernt, was es auch immer Neues zu lernen gibt.

Gregory

Vor Jahren im Oktober musste ich Gregory, einen jungen Friesenhengst für die 1. Besichtigung in Ermelo (Holland) vorbereiten. Ein 2 ½ jähriges Baby, es war schon anfangs Winter und der "Kleine" wusste noch gar nichts von der grossen Welt. Bis zum ersten Schnee konnte ich dann mit dem Fahrrad mit ihm an der Hand trainieren, das gefiel uns Beiden sehr gut. So bekam Friesen Baby schöne Muskeln ohne sinnloses Longentraining. Trotzdem lernte Gregory bereits an der Longe im Schritt gehen, brav wie ein Lamm. Zurück aus Ermelo durfte er nochmals mehr als ein Jahr in der Hengstherde laufen. Bald vier jährig als temperamentvoller Junghengst wurde Gregory an Freunde verkauft. Unvorhergesehen durfte er dann noch etwas länger hier bleiben. Da wir ihn bereits aus der Hengstherde genommen hatten und hier wieder mal Schnee lag, arbeitete ich Gregory täglich kurz an der Hand. Nach einem Unfall mit einer Kuhherde hatte ich keinen Mumm mehr auf Fahrrad fahren mit Hengst an der Hand. Als sehr intelligentes Pferd fand er longieren unter seiner Würde und mit ihm traben (ich rennen) gefiel ihm sehr gut, nur hatte er immer mehr Ausdauer als ich, trotzdem ich Gymnastiklehrerin bin. So liess ich mir etwas einfallen, um den Burschen zu motivieren. Neben der Stutenherde, auf dem Sandplatz ging dann die Post ab! Das Rezept war gefunden, es hiess Stutenherde! Zum Aufwärmen im Gestüt herumspazieren und dann zum Sandplatz neben die Stuten. So schön wie Gregory dort den Stuten vortrabte, wäre er wohl sofort Deckhengst geworden. Trotz Schnee kam er immer auf seine Rechnung und etwas später lernte er Sattel und Reitergewicht kennen. Aglaja durfte die ersten Reitversuche mit ihm machen, Gregory bot es uns an, an einem wunderschönen Sonnentag.

Meike

Bei uns werden keine Pferde an der Longe geritten, wird ein Pferd noch geführt beim ersten Reiten, läuft der Longenführer neben dem Pferd, das machen wir manchmal auch im Gelände. Ein junger sehr temperamentvoller Friesenjunghengst mit viel Blut namens Curt-Wybren, der mit seinem Kollegen Tsjitse ebenfalls nach Holland an die Hengstkörung durfte, wurde drei Monate lang in Holland bei Bertus Toonen zur Körung vorbereitet. Bertus musste sich neben Fahrradfahren vieles einfallen lassen, um Curt zu trainieren. Unter anderem fuhr er regelmässig in verschiedene Reithallen Frieslands, um den Junghengst an möglichst viele neue Situationen zu gewöhnen. Geübt wurde vor allem an der Hand im Schritt und Trab. Mit viel Engagement hat sich die Familie Toonen dieser Aufgabe angenommen und als wir am Tag X mit Toonens und all den Vaterhengsten, zusammen mit Curtli und Tsjitse von Holland nach Friesland an die Hengstkörung fuhren, begegnete uns ein selbstbewusster, stolzer Curtli, der wohl in Joke Toonen seine erste Freundin gefunden hatte. Keiner der beiden Hengste wurde angekört und so fuhren wir mit den Beiden zurück in die Freiberge. Tsjitse hatte ich bereits vor Holland angeritten und Curtli wurde als erstes vom Hengst zum Wallach degradiert. Meine angeschlagene Psyche nach dem Unfall war nicht gerade das Richtige um Curt anzureiten uns so liess ich mir einfach viel Zeit bei der Arbeit am Boden! Zusammen mit Aglaja hatten wir es oft sehr lustig mit Curtli. Aufsitzen und "herumrutschen" auf seinem Rücken hatte ich schon eine Weile geübt, doch ich brauchte immer Aglaja, die mich dann auf dem Reitplatz hochhob. Rauf, runter, rauf, runter...

Curt Wybren Curt Wybren

Um trotzdem weiterzukommen gewöhnten wir Curtli nach dem Sattel auch an einen etwas ungewöhnlichen Reiter, einen riesengrossen Plüschbär. So gingen wir oft ausreiten, ich sass auf Vera-Lin, und führte Curt als Handpferd mit, der Bär ritt auf Curtli, er hat einen besonders guten Sitz! Als Handpferd können Pferde sehr viel lernen. Als eines Tages eine überlaute Mähdreschmaschine hinter uns Dreien herfuhr, wurde mir schon ein Bisschen Bange. Wir wichen in die Wiese aus und liessen das Ding überholen. Curtli schnaubte wie immer, wenn etwas gefährlich sein könnte, Piaffierte neben Vera-Lin, die ihre Rolle als Lehrmeisterin perfekt verstand, sie stand bockstill! So können junge Pferde sehr viel lernen. Mein ganzer Stolz war wenn der temperamentvolle Curtli an der Longe ganz ruhig im Schritt ging. Er war nämlich eines der Pferde, die mit Fluchtinstinkt an der Longe einfach mal lostraben, so als ob er einen Schalter hätte, beim kleinsten Laut, den ich von mir gab, miau oder wau wau dachte er Hilfe und trabte noch schneller. Manchmal liessen wir Curtli auf dem Sandplatz frei und wir turnten um ihn herum, wir schlugen Räder etc. Ein Ball auf dem Reitplatz bedeutete bereits den Weltuntergang. So arbeiteten wir mit ihm auch oft mit Gegenständen, an die er sich schnell gewöhnte, nur ein roter Ball war eben nicht der Schwarze. Pferde sind sehr verschieden und die Ausbildung verlangt sehr viel Flexibilität, das heisst wir müssen auf unsere Pferde eingehen und von ihnen lernen, es ist ein Geben und Nehmen!

Vor vielen Jahren, nach Victors Hüftoperation, hatten wir einen Südamerikaner hier, ein Pferdeflüsterer, bei dem wir Beide in Spanien einen Kurs besucht hatten. Der Kurs war sehr interessant, wir lernten vieles, das wunderbar funktionierte. Hier bei uns, sollte der Mann Pferde anreiten, so wie wir es in diesem Kurs gelernt hatten. Hier sah alles ganz anders aus! Wir mussten einen Piccadero aufstellen, damit der Mann die Pferde herumtreiben konnte, bis sie müde waren, nach diesem System wollte er sie zureiten! Das war nichts für uns, ich versuchte, die ganze Sache in die Hand zu nehmen und dem Mann zu zeigen, wie einfach es ist, wenn man mit Ruhe und Vertrauen arbeitet. Wir mussten die Übung abbrechen, daraus haben wir unsere Lehre gezogen.

Aranjuez

Es gibt durchaus Situationen, in denen man einem jungen Pferd das Longieren auf einem Zirkel lernen muss, zum Beispiel wenn man ein spanisches Pferd an einer morphologoieschau vorführen will. Seit einigen Jahren gehört neben Schritt und Trab an der Hand auch Galopp an der Longe dazu. Das kann man einem jungen Pferd spielerisch beibringen, ohne dass es Schaden nimmt. Die fünf Minuten Regel anwenden, sobald das Pferd begriffen hat um was es geht, aufhören! Aranjuez wurde zweijährig an einer Morphologieschau vorgeführt und die Galopprunde lag mir echt auf dem Magen, vor allem kann ich keinem Pferd cool vermitteln beim Runden drehen und das machte die Sache dann noch schwieriger! Jedenfalls hat es funktioniert nur mit dem kleinen Vermerk, dass er heute noch glaubt, Longe an heisst galoppieren! Zum Glück brauchen wir Beide keine Longe bei der Arbeit an der Hand, er versteht meine Sprache ohne Longenverbindung.

Wenn es sein muss auf einem Zirkel longieren, dann bitte den Zirkel so gross als möglich ausnutzen, nie galoppieren und das ganze als kurze Übung!
Viele Pferde haben wir verkauft in den letzten Jahren, einige blieben noch eine Weile hier, die Besitzer kamen sie regelmässig besuchen. Oft gingen sie mit ihren Pferden spazieren, manchmal durfte ich mit Ensueña mitgehen, so begannen die Leute eine Beziehung zu ihrem neuen Freund aufzubauen. Laufen ist viel Sinnvoller als Longieren.

Für O'Malley, einen bravern Friesenjunghengst, der 1000 Gründe wüsste, warum man niemals an der Longe um den Longenführer herumläuft oder trabt! Nur schade, er kann nicht schreiben.
Céline

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© 2009 Barockpferdegestüt   |   Aktualisiert: 18.03.2013   |   info@barockpferde-gestuet.ch